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Niedertemperaturheizung - Flächenheizung

Eine Niedertemperaturheizung beheizt den Raum durch Strahlungswärme und nicht durch Konvektion (Luftzirkulation) - wie dies z.B. bei Radiatoren der Fall ist. Der folgende Artikel beschreibt ausschließlich wasserführende Heizungen, die in der Regel mit einer Wärmepumpe oder Brennwert-Heizung betrieben werden.

Folgende Arten von Niedertemperaturheiungen werden häufig eingesetzt:

  • Fussbodenheizung
  • Wandheizung
  • Deckenheizung

Fussbodenheizung:

Fussbodenheizung im Estrich:

Beim Neubau durchaus üblich ist die Verlegung einer Fußbodenheizung. Auch bei umfangreichen Sanierungsmaßnahmen wird oft eine Fußbodenheizung verlegt. Dabei werden Fussbodenheizungsrohre im Raum ausgelegt, bevor der Estrich darauf verlegt wird.

Je nach System und Raumeigenschaften gibt es unterschiedliche Verlegungsarten. Soll die Fussbodentemperatur im Raum gleichmäßig verteilt werden, so kann beispielsweise Spiralförmig verlegt werden. Es können auch unterschiedliche Zonen im Raum verlegt werden, wie z.B. höhere Fussbodentemperatur in Fensternähe um die Raumtemperatur möglichst gleichmäßig zu verteilen.

Heizleistung der Fussbodenheizung:

Jeder Raum benötigt eine bestimmte Heizleistung (in Watt bzw. in Watt pro m²). Bei einer Vorlauftemperatur von 32,5 °C und einer gewünschten Raumtemperatur von 22 °C kann eine Fussbodenheizung zwischen 20 W/m² und 90 W/m² leisten. Die Leistung hängt ab von der Qualität des System (Material, physikalische Eigenschaften), von der Rohrquerschnittsfläche, von der Bauform (rund, oval) und natürlich vom Verlegeabstand (10 cm bis 35 cm). Auch die Art des Fussbodens, welche auf den Estrich gelegt wird hat Einfluss auf die Heizleistung. Je größer die benötigte Leistung, desto teurer wird auch die Fußbodenheizung. Wird bei der Leistung der FBH gespart, so muss man dies durch anheben der Vorlauftemperatur ausgleichen - eine Maßnahme die die Effizient der Heizung vermindert was wiederum die Heizkosten erhöht.

Fussbodenheizung zum Nachrüsten:

Neben der Verlegung im Estrich gibt es auch Fußboden-Heizungsmodule die man auf den Estrich, unter Parkett, PVC, Teppich oder Fließen verlegen kann. Solche Module sind äußerst stabil und langlebig, haben eine hohe Leistung und sind zudem auch zum Kühlen geeignet.

Wandheizung:

Auch in der Wand kann die Flächenheizung ohne Weiteres verlegt werden. Da es sich um Strahlungswärme handelt, eignen sich nur solche Wände, die später nicht verstellt oder verbaut werden. In der Wandheizung wird entweder ein Rohr, wie bei der Fußbodenheizung verlegt, oder es werden fertige Heizregister verbaut.

Heizleistung der Wandheizung:

Bei einer Vorlauftemperatur von 32,5 °C und einer gewünschten Raumtemperatur von 22 °C kann eine Wandheizung bis zu 110 W/m² leisten. Außerdem eignet sich die Wandheizung im Sommer auch zum Kühlen.

Deckenheizung:

Die Deckenheizung (bzw. Deckenkühlung) gibt es in unterschiedlichen Varianten von verschiedenen Herstellern. In der Regel handelt es sich dabei um Module, welche an der Decke angebracht werden. Diese können, müssen aber nicht verkleidet werden (z.B durch Gipsplatten).

Heizleistung der Deckenheizung:

Beim Heizen muss die Temperaturdifferenz zwischen Vorlauftemperatur und Heiztemperatur sehr gering sein und darf nur wenige Grad betragen.Eine reine Deckenheizung ist daher nur für äußerst Energieeffiziente Gebäude mit einer Heizleistung von ca. 10 W/m² geeignet da das Raumklima ansonsten als unangenehm empfunden wird (kalte Füße, heißer Kopf).

Kühlleistung der Deckenkühlung:

Ganz anders hingegen verhält es sich bei den Kühleigenschaften. Mit einer Kühlleistung von bis zu 60 W/m² gibt es kaum eine bessere Möglichkeit für ein angenehmes Raumklima an heissen Sommertagen.

Fazit:

Will man sowohl Winter als auch im Sommer ein ideales Raumklima haben, sind Heiz- bzw. Kühlfächen optimal. Durch die geringe Temperaturdifferenz zwischen Heiz- bzw. Kühlfäche und Raumtemperatur sind solche Systeme sehr energieeffizient.

Die optimale Kombination für ein angenehmes Raumklima ist eine Fussbodenheizung oder Wandheizung in Kombination mit einer Deckenkühlung. Mit einer hochwertigen Wärmepumpe sind dann auch die Energiekosten gering.