Bezahlte Anzeigen

Heizkostenberechnung bei der Infrarotheizung

Die Infrarotheizung wird von den Infrarotheizungs-Herstellern sehr oft als "günstige" Heizung beworben mit der man "Heizkosten sparen" kann.

Fakt ist, dass die Infrarotheizung eine Elektroheizung ist und der Preis pro Kilowattstunde bei Strom deutlich höher ist, als bei Öl, Gas, Pellets, Holz und anderen Energieträgern. 

Ebenfalls unbestritten ist, dass je günstiger die Brennstoffkosten sind, desto höher sind die Kosten für die Anschaffung und Installation einer Heizungsanlage (mehr dazu im Artikel "Günstig heizen kostet Geld").

Wie man mit dem Heizkostenrechner selbst testen kann, amortisieren sich teure Heizanlagen innerhalb von wenigen Jahren, wenn der Heizwärmebedarf relativ hoch ist (bezogen auf ein Einfamilienhaus). Dies ist der Fall bei alten, schlecht isolierten Häusern und bei größeren Gebäuden. Bei neuen Einfamilienhäusern ist der Heizwärmebedarf meist unter 10.000 kWh/Jahr und oft sogar unter 5.000 kWh/Jahr.

Rechenbeispiel - berechnet mit Variante 2

Bauplan für ein kleines Einfamilienhaus, 140 m², der Heizwärmebedarf Standortklimazonenbezogen beträgt 5.000 kWh/Jahr.
Gewünschte Raumtemperatur: 22 °C
Personenanzahl für Warmwasser: 2
Zirkulation Warmwasser: nein
- ergibt Heizwärmebedarf für die Berechnung 7.060 kWh/Jahr

  1. Wasserführender Pellets-Kaminofen + Fußbodenheizung + Warmwassererzeugung, Jahresnutzungsgrad 80%, Zusatzkosten/Jahr € 200,-, Investitionskosten inkl. Errichtung Kamin € 19.000,- (mit automatischer Pelletszufuhr und Pelletstank € 22.000,-)
  2. Ölheizung mit Brennwerttechnik + Fußbodenheizung + Warmwassererzeugung, Jahresnutzungsgrad 80%, Zusatzkosten/Jahr € 200,-, Investitionskosten inkl. Errichtung Kamin € 15.000,-
  3. Infrarotheizung Jahresnutzungsgrad 99%, Zusatzkosten/Jahr 0,-, Investitionskosten € 5.000,-

Die Preise für die oben angegebenen Investitionskosten sind Schätzwerte. 

Preise/Preissteigerung

Pellets: 285,84 / 5,03%
Heizöl: 0,85 / 8,77%
Strom: 0,2873 / 5,27%

Preissteigerung Zusatzkosten: 1,65%

  Heizkosten im
1. Jahr
10 Jahre 20 Jahre
Pellets 748,- 29.194,- 43.625,-
Öl 965,- 30.667,- 62.247,-
Infrarot 2091,- 35.179,- 81.802,-

   

Heizkosten Infrarotheizung
Abbildung: Amortisationsrechnung* mit den oben angeführten Daten

Wie man in der Tabelle sehen kann, ist die Infrarotheizung aufgrund des hohen Strompreises trotz der niedrigen Investitionskosten auf längere Sicht teurer als Öl und Pellets. Bei den derzeitigen Preisen muss der Heizwärmebedarf also sehr geringer sein, damit die Infrarotheizung tatsächlich "günstig" ist - zum Beispiel bei einem Wochenendhaus, das nur an wenigen Tagen bewohnt wird oder einem Passivhaus. In anderen Ländern, wo der Strompreis deutlich günstiger ist (z.B. Österreich), würde die Infrarotheizung bei diesem Beispiel etwas besser abschneiden als die Ölheizung, aber schlechter als die Pelletsheizung.

Argumente von Infrarotheizungs-Anbietern

  • "Nicht berücksichtigt sind Finanzierungskosten, wenn man für die Heizung einen Kredit benötigt bzw. Zinserträge, wenn man das Geld, welches man sich bei der Investition erspart, anlegt."
    Ja - stimmt, die Berechnung wäre an dieser Stelle zu Umfangreich (Laufzeit, Zinssatz). Zinsen kann man hier selbst berechnen und berücksichtigen. 
  • "Bei der Infrarotheizung fühlt man sich auch bei einer geringeren Raumtemperatur wohl - es reichen 20° statt 22°."
    Das ist subjektiv und bei einem mathematischen Heizkostenvergleich nicht zulässig. Wer es dennoch berechnen will - mathematisch entspricht das einem Jahresnutzungsgrad von 113,6%. 
  • "Infrarot-Panele sind absolut wartungsfrei - eine Reparatur bei einem anderen Heizungssystem kann viel Geld kosten." 
    Beim Heizkostenrechner sind bereits Zusatzkosten in der Tabelle @4 berücksichtigt.

Fazit

Die Infrarotheizung ist günstig in der Anschaffung und hat eine sehr angenehme Wärmeabstrahlung. Da der Strompreis in den letzten Jahren sehr stark gestiegen ist kann man mit der Infrarotheizung nicht Heizkosten sparen. 
Ist der jährliche Heizwärmebedarf sehr gering, 2.000 kWh und weniger, dann ist die Infrarotheizung tatsächlich am günstigsten. 

Expertentipp

Egal um welche Heizung es sich handelt - die jeweiligen Hersteller - egal ob bei Öl-, Biomasse-, Gas- oder Infrarotheizung usw. neigen dazu, die eigene Heizung schönzurechnen. Kein Wunder - schließlich sind die Kosten ein sehr wichtiges Verkaufsargument. 
Testen Sie mit heizkostenrechner.eu, ob die Daten plausibel sind!
Lassen Sie, um sicher zu gehen, die genaue Berechnung von einem unabhängigen Energieberater durchführen!

Kommentare

Kommentar von Tony Katz |

Zur Ehrenrettung der Infrarotheizung ist folgende Überlegung noch wichtig: Die Kosten können sich nahezu halbieren, wenn selbst erzeugten (z.B: Solarstrom) zum Betrieb genutzt wird, der Haken ist nur: scheint auch immer die Sonne, wenn ich heizen will? Also doch eher ein Randeffekt, es sei denn, es kommt ein Anbieter und macht: bitteschön dein eigener Strom für Kosten von 14 cents pro kwH...oder die Batterietechnik wird endlich billiger...

Kommentar von Jürgen Eiselt |

1. Die Berechnungen für Infrarotheizungen (IR) beruhigen auf falschen Vorgaben.
2. Der Jahresnutzungsgrad von 99% ist nirgends genauer spezifiziert. Wichtiger wäre die Anzahl der Heiztage und der durchschnittlichen täglichen Betriebsdauer.
3. Es fehlt: eine CO2-Bilanz, eine Primärenergiebetrachtung und ein Wirtschaftlichkeitsvergleich, der sich aus der optimalsten Einsparquote im Verhältnis zur Investition ergibt. Nur das ist tatsächlich objektiv vergleichbar
4. Die Preissteigerungen für Öl sind linear in der Tabelle berechnet. Da der Peak-Oil beim Öl überschritten ist, müssen wir gerade in den nächsten 5-10 Jahren mit exponentiellen Preissteigerungen beim Öl rechnen.
5. Die angegebenen Verbrauchspreise sind Durchschnittspreis. Das bedeutet, dass es auch günstigere Anbieter gibt. Mache Ökostromanbieter bieten in Verbindung mit dem Einsatz von Regenerativen Energien verbilligte Stromtarife an.
6. Bei 5000 € Investitionssummen gehe ich von 8 IR-Heizkörpern aus. Bei 140qm sind das 2x große Zimmer 16-20 qm - 3 x mittelgroße Zimmer 8-10 qm und 2x kleine Zimmer wie Küche und Bad mit < 8 qm.
7. Um auf die von Ihnen nicht spezifizierten 2091 Euro Heizkosten im Jahr zu gelangen müssten bei 8 Heizkörpern, 0,29 Euro / kWh, 7 Betriebsstunden am Tag und bei 200 Heiztagen im Jahr die durchschnittliche kW-Leistung pro Modul 0,644 kWh betragen. Die Marktführer Redwell, Knebel und eco2heat bieten, liegen im Durchschnitt für die 8-Heizkörper, 140qm, 0,29 Euro kWh und den von mir angenommen Raumgrößen aber bei 0,4 kWh, also 400 Watt. Mit 1299 € Heizkosten im Jahr (200 Heiztage, ohne Photovoltaikunterstützung) sind die IR-Kosten realistischer berechnet.
8. Die Normtemperatur zur Heizlastberechnung beträgt 20 Grad. Durch die physikalisch andere Wirkweise der Direktstrahler liegt die gefühlte Temperatur bei IR-Heizungen unterhalb der normalen Temperaturmessung und ist nicht gleichzusetzen. Das verringert auch den Parameter Betriebsstunden pro Tag.
9. Durch die völlig andere physikalische Wirkweise sind IR-Heizungen und der Ausnutzung des Direktstrahlungsprinzips ist der Gültigkeitsbereich der bisher gültige Formel: 1 kWh Wärme = 1 kWh Strom nur noch für Heizungen nach dem Thermodynamischen Prinzip begrenzt.
10. Entgegen der bisher verwendeten warmwassergeführten Heizungen erwärmen sich im IR-Betrieb die Wände und das Mobiliar gleichmäßiger und tiefer. Das bewirkt, dass die Zeit zwischen dem Abschalten der Steuerungstechnik, den Transmissionsverlusten und der daraus resultierenden Absenkung der Raumtemperatur und dem Wiedereinschalten der Steuerungstechnik länger ist, als bei Konvektionsheizungen
11. Mit Photovoltaik und aktuell finanzierbaren Stromspeichersystemen (24 kW für nur 8000 €, entsprechend kleinere Einheiten günstiger) sinkt die Fremdenergieabhängigkeit -ACHTUNG! Strom und Wärme zusammen! - für Haushaltsstrom und IR-Heizungen auf 20%. Gleichzeitig ist im PV-Betrieb der Primärenergiefaktor = NULL. Weiteres Potential nach unten ist nicht nur technisch keine Zukunftsmusik mehr. Der 20% externer Strombezug wird überwiegend in den dunkleren Wintermonaten Januar/Februar generiert. Eine Einspeisevergütung nach dem EEG spielt keine Rolle mehr. Diese wird ggf. mit der geplanten Eigenstromabgabe verrechnet. Bei 80% Einsparung von Wärme und Strom absolut kein Kostenfaktor oder gar k.o.-Kriterium mehr.
12. Warmwasser wiegt mit ca. 13% an der Gesamtenergiebilanz eines Hauses weit unten. Deshalb sind Solarthermie oder Wärmepumpen für Warmwasserversorgung nicht nur umweltfreundlich. Der für die Pumpen notwendige Strom kann mit Photovoltaik ebenfalls bis zur 20% Marke gedrückt werden. Gas/Öl oder andere Festbrennstoffe werden in dieser Kombination nicht mehr benötigt.
13. Neue Wärme-Speichertechniken, wie Abdeckplatte zum Erdreich aus Beton ermöglichen in Verbindung mit Wärmepumpen auch tagelange Nichtnutzung der Heizungseinheit, selbst bei tiefen Minusgraden. Zudem wird die Kühlung im Sommer mit der gleichen Anlage bewirkt, was zusätzliche Energieverschwendung für Klimaanlagen unnötig macht.
14. Die Speicher-Techniken und Photovoltaik-Kombisysteme sind in Musterhausausstellungen in Betrieb zu betrachten.

Kommentar von Alexander Förschner |

Der "Brennstoff" für die Infrarotheizung ist faktisch Strom und die kWh Strom kostet nun mal doppelt bis dreifach soviel wie die kWh Öl oder Gas und 5 mal soviel wie Pellets. Die schlechteren Jahresnutzungsgrade der konventionellen Heizung sind in dem Vergleich berücksichtigt, sodass das Beispiel für mich schlüssig ist. Der positive Effekt (in Bezug auf Komfort und auch Energieverbrauch) der Wärmestrahlung bei der Infrarotheizung lässt sich auch bei einer WW-Heizung in Form von Wandheizungen realisieren, so dass dies kein Argument pro Infrarot ist. Den Strom mittels Photovoltaik selbst zu produzieren ist nicht wirklich realistisch. In den Monaten Dezember, Januar und Februar wird im Durchschnitt 48 % der Jahresheizenergie verbraucht. Bei den angenommenen 7000 kWh/Jahr (das ist schon sehr niedrig angesetzt, was Rückmeldungen von Hausbesitzern belegen) sind das pro Jahr 3360 kWh. In den letzten 10 Jahren haben gute Photovoltaikanlagen (über 1000 kWh/kWp pro Jahr) im Dezember durchschnittlich 25 kWh/kWp, im Januar 31 kWh/kWp und im Februar 55 kWh/kWp geliefert. Bei einer 5 kW Photovoltaikanlage sind das 555 kWh für diese 3 Monate. Das entspricht 16,5% des Gesamtstrombedarfs zum Heizen unter der Annahme, dass 100% des erzeugten Photovoltaikstroms zum Heizen verwendet wird (was real nicht möglich und auch nicht sinnvoll ist). In € ausgedrückt bedeutet das für dieses Beispiel: Heizkosten für Dezember bis Januar: (3360 kWh - 555 kWh) * 0,27 €/kWh = 907 € + 555 kWh * 0,14 € (durchschnittlicher Preis für selbstproduzierten Photovoltaikstrom) = 77,7 €. Das ergibt 984 €. Unter der Annahme, dass der restliche Strom zum Heizen vollständig von der PV-Anlage gemacht würde, ergeben sich für die restlichen Heizmonate nochmal Heizkosten von 510 €, insgesamt also Heizkosten von rund 1500 € für 7000 kWh zum Heizen eines Niedrigenergiehauses, das sind 21ct/KWh Wärme. Ergo: Wer den Leuten erzählt, Infrarotheizsysteme verursachen niedrige Heizkosten, lügt.

Kommentar von Jürgen Eiselt |

In der Antwort von Herrn Förschner ist ein Rechenfehler vorhanden.
Bevor ich darauf eingehe noch ein wichtiger Hinweis: Jede Komponente kann einzeln berechnet unwirtschaftlich sein. Wir müssen aber endlich davon wegkommen, Strom und Heizung weiterhin getrennt zu betrachten und zu berechnen.
Zu Ihrer Berechnung:
Wenn Heizkosten/Wärmeverluste von klassischen Heizungen mit Thermodynamik gegenüber Wärmewellenheizungen verglichen werden, so wird die für Thermodynamik gültige Formel: 1kwh thermisch = 1 kWh elektrisch unzulässigerweise auch für Infrarot angewandt. Denn die Formel ist nur für Thermodynmaik gültig. Für eine gültige mathematische Rechnung der Gleichung ist es notwendig, dass beide Seiten der Gleichung aus den gleichen Wertebereichen und Definitionen stammen. Sonst müssten zwingend Umrechnungsparameter eingeberechnet werden. Nur zwei Beispiele: wenn die Nennleistung weit unter 1 kWh liegt und gar keine Thermodynamik vorhanden ist, MUSS jede Berechnung ohne Ausgleichsparameter falsch sein.
Denn hier liegt ein Verstoss gegen dass mathematische Kummutativgesetz vor. (Ausschnitt aus der Formel = 1 kWh)
Mindestens eine Universität arbeitet an diesen Parametern. Bis diese vorliegen läuft die Rechnung über Fremdstromkosten: W/h (Erfahrungswerte und Zustand der Wanddämmung) pro Element/pro Zimmer x Anzahl der Elemente * durchschnittliche Laufzeit pro Tag (=wann schaltet das Thermostat tatsächlich auf Fremdstrombezug, aktuell max durchschnittlich 7h/Tag bei 180 Heiztage ohne PV)* Stromtarif.
Diese Rechnung kommt tatsächlich an die bei Infrarotkunden fest gestellten Werte ran, wohlgemerkt ohne PV.
Bei Einsatz eines Stromspeichers und PV verringert sich die Laufzeit pro Tag erheblich, und zwar über die gesamte Heizperiode.
Natürlich kann niemand mehr Sonnenlicht im Winter zaubern. Aber bei einer Hausstromreduzierung von 75% über das ganze Jahr kommt der IR-Bezug (halbes Jahr) noch dazu. Wenn die Öl/Gasheizung komplett=100% ersetzt wird, sinkt die gesamte Energieabhängigkeit auf Werte weit unter 30%, und zwar Strom und Wärme zusammen.
Am Wichtigsten ist: Die Bewohner frieren nicht!

Noch eine Anmerkung: Die Bandbreite über Leistung, Klassifikation, Qualität , Preis und Wärmefrequenz bei Infrarotheizungen ist ziemlich hoch. Die Verbraucherzentralen warnen zu Recht vor Angeboten aus dem Baumarkt, wo auf den Kartons Infrarotheizungen drauf steht, drinnen aber eine überteuerte Elektroheizung mit Heizdrähten vorhanden sind.
Wenn ich nachfrage, welche Geräte mit welchen Nennleistungen wie lange bei welcher Dämmung eingesetzt und wie lange belastbare Daten gesammelt wurde, kommt fast niemals eine nachvollziehbare Antwort.

Hinweis: Es gibt neutrale Fachinformationen mit zahlreichen Wirtschaftlichkeitsberechnungen im Fachbuchhandel, seriösen Herstellern und auf Fachforen / Internetseiten.

Kommentar von Norbert Maurer |

Herr Eiselt, haben Sie nicht bemerkt, dass Herr
Förschner Ihren fachlich bezogenen und sehr genauen Beitrag, geistig gar nicht in der Lage ist,
zu folgen.

Kommentar von Alexander Förschner |

Hallo Herr Maurer, an Ihrer Grammatik erkenne ich sofort, dass Sie mir geistig haushoch überlegen sind:-). Ich werde mich daher hüten, mich mit Ihnen zu messen. Da diskutiere ich doch lieber mit Herr Eiselt.

Kommentar von Franz Authried |

Unter http://www.aronso.at/heizen-mit-infrarot-info/energiebedarf-rechner können sie ihren persönlichen Energiebedarf berechnen. Mit dem Aktionscode aronso10 erhalten sie die Produkte mit 10% Rabatt und ohne Versandkosten.

Kommentar von Reiner Janes |

@Alexander Förschner: Ich habe mit großem Interesse alle Beiträge hier gelesen und vermisse eine Antwort auf den letzten Beitrag von Jürgen Eiselt, die Sie ja indirekt in Ihrer Antwort an Norbert Maurer angekündigt haben.

Kommentar von Andy |

Moin,

Ist das Thema noch aktuell? Denn ich stehe ebenfalls vor der Entscheidung...Infrarotheizung oder nicht.

Kommentar von flo |

ich bin sicher kein verfechter von ir-heizungen, aber die berechnung ist auf jeden fall zu hoch angesetzt. bei einem hwb von 5000kwh müsste die installierte leistung bei ca 3.5kw liegen...wobei natürlich eine saubere heizlastberechnung die grundlage für die auswahl/ auslegung der platten bilden würde - auch wenn wir hier von einem völlig anderen physikalischen wirkprinzip reden, kommt bei den ir-gurus wahrscheinlich auch dieses berechnungsverfahren aufs tableau. zurück zu den kosten, ich habe es hier mit herr eiselt, betriebsstunden bzw. tage wären aussagekräftiger. in Ö kann ich in meiner gegend 1500h annehmen wären also bei einer geschätzten leistung von 3.5kw gute 5000kwh arbeit also ca 1500euro heizkosten...da wären wir wieder bei der thermodynamik und dem vergleich äpfel mit birnen oder kwh ist nicht gleich kwh ;-) seis wie's sei, zwischen 1300 und 1500 wird's wohl sein, das finde ich persönlich aber immer noch verdammt viel für ein niedrigstenergiehaus...und das letzte angebot für ein kleines neues efh das ich gesehen habe war sehr viel höher als 5000 inkl installation, steuerung etc.
in summe würde ich mit einer kleinen, feinen modulierenden pelletsheizung mit vorratsbehälter trotz anlagentechnischem wirkungsgrad von 85% samt ww-bereitung, die habe ich bei der ir heizung noch gar nicht dabei, lediglich 450-500euro brauchen...und ein kamin macht so oder so jeder, man weiss ja nie. ein invest von 20000 für pellets mit abgabesystem gegeüber 8000 für infra (5000 sind hier sicher zu wenig) bei dieser differenz der heizkosten, die vorgelagerten prozesse der stromproduktion im winter, die regionale wertschöpfung bei biomasse und gleichzeitig geringem energieaufwand bei pelletsproduktion...und welcher ordentliche kerl legt nicht mal gerne selber hand an (asche leeren, kessel raussaugen...) früher mussten die menschen noch feuer machen, wenn man hier so liest können die meisten nur noch einen bleistift spitzen. infrarotplatten sind mir jedenfalls mehr als nur suspect, ausserdem finde ich elektrischen strom in diesem ausmass für heizzwecke zu verwenden zu schade...erst erzählt man das alte umwälzpumpen ohne drehzahlregelung mit 40watt leistungsaufnahme im efh bereich gegen neue elektronisch geregelte ausgetauscht werden müssen (lebensdauer noch max die hälfte), oder dass die gute alte glühbirne ein verbrechen ist, und dann leiten wir elektrische energie in eine platte um unseren wärmebedarf nahezu einszueins abzudecken...kurios

Kommentar von Jens Geyer Großhandel |

Die Heizkosten hängen aber von unzähligen Faktoren ab.

Kommentar von TF Heizfolien |

Wir würden gern mehr über dieses Thema auf unserer Webpräsenz veröffentlichen. Bitte setzen Sie sich hierzu mit uns in Verbindung.

Kommentar von Dennis |

Guter Artikel! Besonders die Graphik ist gut gelungen!

Kommentar posten