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Biogas - die effiziente Abfallverwertung

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Biogasanlage
Biogasanlage | Foto: Hartmut910 / pixelio.de

Seit der EEG-Novelle 2014, die mit 1.1.2015 in Kraft getreten ist, scheint es vorbei zu sein mit der weiteren Verbreitung von Energiepflanzen.

Den Boom, den Biogas in Deutschland bis zuletzt hatte, ist hauptsächlich auf die ursprüngliche EEG aus dem Jahr 2004 zurückzuführen. Das Ziel war es damals, den Ausstoß von Klimagasen aus der Landwirtschaft, vor allem Methan, zu verringern. Mittlerweile gibt es sehr viele landwirtschaftliche Betriebe, die Mais und andere Energiepflanzen nur noch zur Energiegewinnung produzieren. Von einer "Vermaisung" der Landschaft ist die Rede, sodass die Politik nun darauf reagiert hat.

Seit Jahresbeginn gelten die alten Vergütungssätze nur noch für kleine Biogasanlagen (75-Kilowatt-Anlage), die mit Gülle betrieben werden. Damit wird vor allem das ursprüngliche EEG-Ziel, den Treibhausgasausstoß in der Landwirtschaft zu verringern, gefördert.

Beispiel Biogasanlage mit Blockheizkraftwerk (BHKW)

Eine Biogasanlage mit einem BHKW, welches eine Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) nutzt, ist eine sehr effiziente Methode, um organische Rohstoffe bestmöglich zu nutzen. Dabei wird mit dem Biogas, welches in der Anlage entsteht, ein Verbrennungsmotor angetrieben. Dieser treibt einen Generator an, der Strom erzeugt. Der Verbrennungsmotor erzeugt auch einen großen Teil an Wärme. Über Wärmetauscher im Kühl- und Abgassystem des Verbrennungsmotor wird die Wärme entnommen und in ein Wärmenetz eingespeist. Das übrig bleibende Gärgut ist ein hervorragender geruchsarmer Dünger, der wieder in der Landwirtschaft eingesetzt wird. Gebäude, die an das Nahwärmenetz angeschlossen sind, erhalten günstige und umweltfreundliche Wärme.

Der Einsatz von Biogasanlagen eignet sich nicht nur für die Landwirtschaft, sondern auch für Industriebetriebe, in denen organische Abfälle anfallen. Auch in Gemeinden fallen organische Abfälle an, wie z.B. Grünschnitt. Auch dies kann zu Biogas verarbeitet werden. Weiters eignen sich noch Abfallprodukte wie Klärschlamm, aber auch andere organische Industrieschlämme können Biogas erzeugen.

Neben der Nutzung Kraft-Wärme-Kopplung wird Biogas in das öffentliche Gasnetz eingespeist, vorausgesetzt, es befindet sich ein Einspeispunkt in der Nähe der Anlage. So gibt es zahlreiche Anbieter, die reine Biogas-Tarife anbieten. Wer seinen Haushalt CO2-neutral haben möchte, kann Strom und Gas aus Biogasanlagen, zum Beispiel vom Anbieter gaspar-energie.de, beziehen. Durch die EEG-Novelle 2014 sollte der Bezug von Biogas in Zukunft nicht mehr zur "Vermaisung" der Landschaft beitragen. Und wer eine Biogas-Anlage in der Nähe hat, sollte einen Heizkostenvergleich machen, denn in vielen Fällen wird Nahwärme von einem Biogas-Betreiber zu einem günstigen Preis angeboten. 

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