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Energiestandards | Heizkosten sparen mit Effizienzhäusern

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Beim Bau von Wohngebäuden gibt es einen Mindeststandard, der laut EnEV (Energieeinsparverordnung) eingehalten werden muss. Aber wie wirkt sich ein höherer Standard auf die Heizkosten aus?

Soll man ein Effizienzhaus bauen oder doch nur den EnEV-Standard einhalten - eine Frage, die sich so mancher Häuslebauer stellt. Für ein Effizienzhaus sprechen niedrigere Energiekosten und auch höhere KfW-Förderungen.

EnEV Haus

Baut man ein Wohngebäude, so sind zumindest die Standards gemäß EnEV 2009 einzuhalten. Die EnEV legt nicht den Gebäudeenergiebedarf fest, sondern die Mindest-U-Werte von Gebäudeaußenteilen. Je nach Form des Gebäudes ergibt sich ein errechneter Heizwärmebedarf. Bei Gebäuden mit vielen Außenflächen oder vielen Fensterflächen ist dieser höher, bei wenig Außenflächen geringer. Üblicherweise ergibt sich ein Heizwärmebedarf von ca. 70 kWh/m² Jahr. Dieser Wert ist ein theoretischer Wert, berechnet mit durchschnittlichem Nutzerverhalten und deutschem Referenzklima.

KfW-Effizienzhaus

Ist der Heizwärmebedarf besser, also kleiner als der Wert laut EnEV, dann spricht man von Effizienzhäusern. Beträgt der Heizwärmebedarf 85 % der Energie eines vergleichbaren Neubaus nach EnEV, so spricht man vom KfW-Effizienzhaus 85. Weiters gibt es noch das KfW-Effizienzhaus 70, 55 und 40. Wieviel Energie und Heizkosten man mit einem Effizienzhaus sparen kann, kann man mit der Variante 3 des Heizkostenrechners gut berechnen. Bei dieser Variante können Sie Wohnfläche und Heizwärmebedarf pro m² eingeben und unterschiedliche Energiestandards vergleichen.

Maximaler Heizwärmebedarf eines KfW-Effizienzhauses:
KfW-Effizienzhaus 40 - maximal 25 kWh/(m²a)
KfW-Effizienzhaus 55 - maximal 35 kWh/(m²a)
KfW-Effizienzhaus 70 - maximal 45 kWh/(m²a)
KfW-Effizienzhaus 85 - maximal 55 kWh/(m²a)

Passivhaus

Die Idee eines Passivhauses ist es, dass die Abwärme von Geräten und Personen plus die solare Einstrahlung so viel Wärme in das Gebäude bringt, wie durch die Außenflächen entweicht. Um als Passivhaus gemäß Standard des Passivhaus Institutes zu gelten, darf der errechnete flächenbezogene jährliche Heizwärmebedarf maximal 15 kWh/(m²·a) betragen. Ob dieser Heizwärmebedarf tatsächlich durch Abwärme und solare Gewinne erzielt werden kann, hängt vom Nutzerverhalten und natürlich vom Wetter ab.

Berechnung des Heizwärmebedarfs für ein Einfamilienhaus mit 140 m², 22°C Raumtemperatur, 2 Personen:

Heizwärmebedarf Effizienzhaus

Würde man ein EnEV Haus mit Strom heizen, so betragen die kumulierten Vollkosten in 20 Jahren € 134.170,-. Bei einem mit einem KfW-Effizienzhaus 40 wären es nur € 58.819,-. Energie sparen mit Effizienzhäusern würde in diesem Beispiel € 75.351,- in 20 Jahren bedeuten.

Werte bei der Berechnung: 140m², 2 Personen, 22° Raumtemp., keine Zirkulation, 70kWh/(m²a) bzw. 25 kWh/(m²a), Strompreis 29,13 ct, Zusatzkosten € 55,-/Jahr, Preissteigerung Strom 4,96%, Preissteigerung Zusatzkosten 1,65%.

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