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Kosten senken bei Wärmepumpen-Heizungen

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Die Wärmepumpe ist grundsätzlich eine Heizung mit niedrigen Betriebskosten, da sie einen großen Teil der Energie aus der Umgebung entnimmt.

Wärmepumpen sind komfortable, wartungsarme und umweltfreundliche Geräte. Beim privaten Wohnbau handelt es sich bei der Wärmepumpe, bis auf wenige Ausnahmen, um eine elektrisch betriebene Kompressionskältemaschine.

Tipp: Die Funktionsweise einer Kompressionskältemaschine ist faszinierend. Wer sich mit der Funktionsweise genauer beschäftigen möchte, dem empfehle ich, auf YouTube nach einer Animation mit dem Titel „Pressure Enthalpy Chart“ zu suchen und sich mit dem “Druck-Enthalpie-Diagramm“ eines Kältemittels zu beschäftigen.

Eine Bemerkung vorweg: Eine Wärmepumpe funktioniert nicht „umgekehrt“ wie ein Kühlschrank, sondern ganz gleich. Denn den Kreislauf in einer Kältemaschine kann man unmöglich umkehren. Trotzdem kann eine Wärmepumpe auch zum Kühlen benutzt werden. Und zwar, indem der Solekreislauf/Heizkreislauf umgeschaltet wird.

Die folgende Abbildung zeigt das Prinzip einer Kompressionskältemaschine, wie man sie in einer Wärmepumpenheizung und in einem Kühlschrank findet.

Funktionsprinzip der Wärmepumpe Kompressionskältemaschine
Funktionsprinzip der Wärmepumpe / Kompressionskältemaschine

Verflüssiger:

Hier wird die Wärme abgegeben. Beim Kühlschrank befindet sich der Verflüssiger außen auf der Rückseite. Bei der Wärmepumpenheizung ist das ein Wärmetauscher, an dem die Wärme an das Heizsystem übergeben wird. Gasförmiges Kältemittel wird hier verflüssigt.

Verdampfer:

Hier wird die Wärme entnommen (= gekühlt). Flüssiges Kältemittel wird an dieser Stelle dampfförmig. Beim Kühlschrank befindet sich der Verdampfer innen an der Rückwand. Bei der Wärmepumpe ist dies der Wärmetauscher, der an den Solekreislauf angeschlossen ist. Die Sole fließt durch den Erdwärmekollektor, den Flächenkollektor oder die Luft-Außeneinheit. Diese Wärme reich aus, um das Kältemittel wieder zu verdampfen. Bei sogenannten Direktverdampfer-Wärmepumpen gibt es keinen Solekreislauf, hier ist der Erdwärmekollektor bzw. die Luft-Außeneinheit selbst der Verdampfer.

Tipps zum Sparen mit Wärmepumpenheizungen

Zwischeneinspritzung

Investieren Sie in eine Wärmepumpe mit Zwischeneinspritzung (auch Dampfeinspritzung oder Dampf-/Nassdampfzwischeneinspritzung). Diese Technologie wird nur von den führenden Herstellern angeboten. Im Kältemittelkreislauf wird durch Nassdampfzwischeneinspritzung die Wärmeabgabe des Kältemittels erhöht. Solche Wärmepumpen können mit der gleichen elektrischen Energie höhere Vorlauftemperaturen erzeugen. Ein rein elektrisches Zuheizen mit einem Heizstab bei extrem kalten Temperaturen und zur Legionellenbekämpfung im Trinkwasser entfällt.

Eine genauere Beschreibung dieses physikalischen Effekts setzt ein gutes Verständnis des Druck-Enthalpie-Diagramms voraus.

Lastausgleichspuffer 

Viele Ein- und Ausschaltzyklen sind ineffizient. Ein Lastausgleichspuffer erlaubt der Wärmepumpe, eine Zeit lang auf höchster Effizienz zu laufen, bis der Puffer gefüllt ist. Das Heizsystem holt sich die Wärme dann aus dem Puffer. Diese Maßnahme ist bei modulierenden Wärmepumpen nicht notwendig.

Modulierende Wärmepumpe

Investieren Sie in eine modulierende Wärmepumpe. Modulierend bedeutet, dass die Wärmepumpe die Leistung bis zu einem bestimmten Maß an den tatsächlichen Verbrauch anpasst. Diese Technologie ist bei einem vorhandenen Lastausgleichspuffer nicht notwendig.

Intelligente Steuerung

Wärmepumpenheizungen werden in der Regel mit Flächenheizungen, meist Fußbodenheizung, kombiniert. Solche Heizflächen reagieren langsam. Intelligente Steuerungen können die Heizung früh genug ein- und rechtzeitig ausschalten. Unnötiges Heizen, z. B. wenn das Haus leer steht, wird vermieden.

Stromanbieter wechseln.

Wenn es in Ihrer Region spezielle Wärmepumpentarife gibt, bitte nutzen Sie diese. Der Wärmepumpenstrom Vergleich (gilt auch für Nachtstrom) ist sehr einfach, denn dafür gibt es geeignete Plattformen. Der Arbeitsaufwand für den Wechsel beträgt nur wenige Minuten, vergleichbar mit einem einfachen Einkauf im Internet. Viele Anbieter bieten einen Rabatt für Neukunden im ersten Jahr. Entscheidet man sich für so einen Anbieter, dann empfehle ich den Strompreisvergleich mindestens ein mal im Jahr zu machen und gegebenenfalls jedes Jahr zu wechseln.

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Kommentar von Thomas |

Ein sehr informativer Artikel mit ganz wichtigen Tipps und Hinweisen. So können Energie und auch die damit verbundenen Kosten eingespart werden.

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