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Modul 2 - Heizungstechnik und Bauphysik Grundlagen

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Das war das zweite Modul der Ausbildung zum Energiemanager mit dem Titel "Heizungstechnik und Bauphysik Grundlagen". Hier ist der Bericht.

Eckdaten Modul 2 - Heizungstechnik und Bauphysik Grundlagen

  • Kursanbieter: WBS TRAINING AG
  • Dauer: 5 Tage, jeweils von 8:00 bis 16:00 Uhr, 45 Unterrichtseinheiten
  • Vortragender: Dipl.-Ing. Christian Kirscht
  • Abschluss: zweistündige schriftliche Prüfung, Zertifikat
  • Teilnahmevoraussetzung: abgeschlossenes technisches Studium
  • Link zur Ausbildung

Kursinhalt Modul 2

  • Bauphysik Datenbanken
  • Feuchtebilanz, Glaser-Diagramm
  • h-x-Diagramm, Lüftungsanlagen und Wärmerückgewinnung
  • Berechnungsbeispiele (U-Wert)
  • Wärmebrücken
  • Grundlagen der Heizlastberechnung
  • Einführung in die Strömungslehre
  • Hydraulischer Abgleich

Was war für mich neu und was bekannt

Meine Kenntnisse in der Physik sind, da ich ein technisches Studium abgeschlossen habe, sehr umfangreich. Bei diesem Modul waren für mich die konkreten Beispiele aus der Bauphysik sehr interessant. Die mathematischen Berechnungen sind vom Prinzip her gleich wie in der Elektrotechnik. Man rechnet mit Widerständen und Kapazitäten, nur dass es sich nicht um elektrische, sondern um Wärmewiderstände handelt. An dieser Stelle kann ich jedem Sanierer den Rechner U-Wert.net empfehlen. Mit diesem Tool kann man die einzelnen Schichten einer Außenwand eingeben und erhält neben dem U-Wert auch noch viele andere interessante Kennzahlen. Weiters erhält man einen Hinweis, wenn die Gefahr von Kondenswasser besteht - einer der Hauptursachen für Schimmel.

Rechenbeispiel - mit und ohne Dämmung

Als Beispiel nehme ich einen Raum, wie mein Wohnzimmer mit 20 m² Außenwandfläche. Es handelt sich um einen Altbau (ca. 1905) mit Vollziegelwand und Zementputz innen und außen. Berechnung für den Monat Jänner, Durchschnittstemperatur in Deutschland im Jänner -1,1 °C, Raumtemperatur 22 °C, Strompreis 29,13 ct. U-Werte für die Berechnung: http://goo.gl/vGLQVO, http://goo.gl/1UAhyU, http://goo.gl/WlViYp.

Kosten, 21 m², Monat Jänner, mit und ohne Dämmung

Wie man sehen kann, ist die Einsparung bereits bei einem Raum und einem Monat beträchtlich. Wenn man sowieso vor hat, einen Raum zu sanieren, so sollte man auf jeden Fall auch eine Dämmung einbauen. Die zusätzlichen Materialkosten für die Innendämmung würden in diesem Beispiel € 800 bis € 1.000 Euro betragen - also ein Betrag, den man sich in wenigen Jahren durch die Heizkosten spart. Die Außenwände fühlen sich nach der Sanierung deutlich wärmer an, was ein deutlich angenehmeres Raumklima in kalten Wintermonaten bedeutet.

Igor Reitmair

Über den Autor

Ich heiße Igor T. Reitmair und bin Betreiber der Webseiten heizkostenrechner.eu, waermepumpe-vom-profi.at, solaranlage-vom-profi.at und pelletsheizung-vom-profi.at. Während ich die oben angeführten Webseiten erstellte, besuchte ich Technikkurse bei verschiedenen Herstellern von Wärmepumpen, Biomasseheizungen und Solaranlagen.

Seit 2. März 2015 bin ich zertifizierter Energiemanager für gewerbliche und öffentliche Gebäude.

Seit Juni 2015 arbeite ich als bei der Thöni Industriebetriebe GmbH im Bereich Umwelttechnik als Technischer Redakteur und CE Koordinator.

Lebenslauf: reitmair.eu

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