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Modul 4 - Photovoltaik Grundlagen

von

PV-Anlage auf Wirtschaftsgebäude (Spitzer Installationen GmbH)
Foto zur Verfügung gestellt von Spitzer Intallationen GmbH

Sehr viel Wissen, physikalisch und auch wirtschaftlich, wurde im Modul "Photovoltaik Grundlagen" während meiner Energiemanager-Ausbildung vermittelt. 

Eckdaten Modul 4 - Photovoltaik Grundlagen

  • Kursanbieter: WBS TRAINING AG
  • Dauer: 5 Tage, jeweils von 8:00 bis 16:00 Uhr, 45 Unterrichtseinheiten
  • Vortragender: Moritz Rose
  • Abschluss: zweistündige schriftliche Prüfung, Zertifikat
  • Teilnahmevoraussetzung: abgeschlossenes technisches Studium
  • Link zur Ausbildung

Kursinhalt Modul 4

  • Physikalische Grundlagen und Grundlagen der Elektrotechnik
  • Sicherheitseinrichtungen, Komponenten der Elektroinstallation 
  • Planung und Dimensionierung netzgekoppelter Anlagen 
  • Planung und Dimensionierung von Inselanlagen 
  • Wirtschaftlichkeitsberechnungen zu Photovoltaikanlagen

Was war für mich neu und was bekannt

Mit Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) habe ich mich bisher nur wenig befasst. Umso interessanter waren für mich die Erkenntnisse dieses Kurses. So wusste ich vorher nicht, dass bereits ein kleiner Schatten auf ein einziges Modul den Ertrag der gesamten Kollektorfläche enorm verschlechtern kann. Auch die Funktion des Wechselrichters, insbesondere die Wichtigkeit des Maximum Power Point Tracking (MPPT), war mir bis dato nicht genau bekannt. Dass ein "Wechselrichter" den Gleichstrom, den eine PV-Anlage erzeugt, in Wechselstrom für das Stromnetz umwandelt, war mir aufgrund der Bezeichnung klar. Dass eine Solaranlage, je nach Einstrahlung, unterschiedlich viel Strom produziert, ist logisch. Der MPPT (Maximum Power Point Tracker) ist ein zentrales Modul des Wechselrichters, der ständig die optimale Spannung der PV-Anlage ermittelt und einstellt. So wird sichergestellt, dass die PV-Anlage stets den optimalen Wirkungsgrad hat. Hier spielt die Geschwindigkeit des MPPT, gerade bei wechselhaftem Wetter, eine große Rolle. Auch die Leistungsauslegung des Wechselrichters ist wichtig, weil jeder Wechselrichter nur einen bestimmten Leistungsbereich hat, bei dem der Wirkungsgrad am höchsten ist. 

Egal, für welche Art von PV-Kollektoren man sich entscheidet (Monokristallin, Polykristallin, HIT, CIS, CdTe,...), nur ein guter und richtig dimensionierter Wechselrichter holt das Optimum aus der PV-Anlage.  

Inselanlagen

PV-Anlagen werden auch häufig für sogenannte "Inselösungen", wie z.B. Boote, Berghütten oder Wochenendhäuser eingesetzt.

PV-Module

Neu war für mich auch, dass man PV-Module auch in unterschiedlichen Farben bestellen kann. Zwar hat man den besten Modulwirkungsgrad bei der typischen schwarzblauen Beschichtung, aber auch andere Farben wie rot, grün, unbeschichtet (Silizium ist graugelb glänzend) sind möglich. Es gibt auch Hersteller, die unterschiedliche Muster bei den Leiterbahnen (Kontaktierung) auf den Solarmodulen anbieten.

Wirtschaftlichkeit von PV-Anlagen 

PV-Anlagen sind vor allem dann wirtschaftlich und amortisieren sich früh, wenn der Strom selbst verbraucht werden kann. Wie wirtschaftlich eine PV-Anlage ist, die nur errichtet wird, um ins Netz einzuspeisen, kann leider nicht genau bestimmt werden. Dies liegt am sich ständig ändernden Börsenstrompreis und auch daran, dass die Einspeisevergütung für Solarstrom jedes Jahr sinkt. Die Situation ist derzeit so, dass der Strompreis an der Börse sinkt, aber für den Endverbraucher steigt. Förderungen gibt es übrigens nicht nur für PV-Anlagen, sondern auch für Stromspeicher.

Igor Reitmair

Über den Autor

Ich heiße Igor T. Reitmair und bin Betreiber der Webseiten heizkostenrechner.eu, waermepumpe-vom-profi.at, solaranlage-vom-profi.at und pelletsheizung-vom-profi.at. Während ich die oben angeführten Webseiten erstellte, besuchte ich Technikkurse bei verschiedenen Herstellern von Wärmepumpen, Biomasseheizungen und Solaranlagen.

Seit 2. März 2015 bin ich zertifizierter Energiemanager für gewerbliche und öffentliche Gebäude.

Seit Juni 2015 arbeite ich als bei der Thöni Industriebetriebe GmbH im Bereich Umwelttechnik als Technischer Redakteur und CE Koordinator.

Lebenslauf: reitmair.eu

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