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Modul 7 - Biomasseverbrennung Grundlagen

von

Klagenfurt Biomassekraftwerk
Biomasse Fernheizwerk - Dampfschwaden in der Ferne

In diesem Modul wurde die Biomasseverbrennung in Gebäuden und auch in Heizkraftwerken ausführlich behandelt. Auch die Stromerzeugung mit Biomasse war Teil dieses Moduls.

Eckdaten Modul 7 - Biomasseverbrennung Grundlagen

  • Kursanbieter: WBS TRAINING AG
  • Dauer: 5 Tage, jeweils von 8:00 bis 16:00 Uhr, 45 Unterrichtseinheiten
  • Vortragender: Harald Breuer
  • Abschluss: zweistündige schriftliche Prüfung, Zertifikat
  • Teilnahmevoraussetzung: abgeschlossenes technisches Studium
  • Link zur Ausbildung

Kursinhalt Modul Biomasseverbrennung Grundlagen

  • Einführung: Umweltaspekte, Lagerung, Gewinnung von Biomasse, Verbrennungsprozess
  • Kessel/Verbrennungsanlagen: Pellets, Stückholz, Hackschnitzel, Beschickung, Bauformen
  • Planung: Heizlast, Wärmebedarf, Brennstoff Speicher bzw. Lagervolumen, Heiznetze
  • Wirtschaftlichkeit: Kapital, Verbrauch, Energie, CO2

Was war für mich neu und was bekannt

Beim siebenten Modul der Energiemanager-Ausbildung wurde das Thema Biomasseverbrennung ausführlich bearbeitet. In diesem Modul ging es ausschließlich um feste Biomasse wie Holz, Pellets, Hackschnitzel und Stroh, denn für Biogas gibt es ein eigenes Modul.

Die Verbrennung von fester Biomasse erfolgt immer in drei Stufen: Pyrolyse, Vergasung, Verbrennung. So mancher Heizungshersteller nennt seinen Scheitholzkessel auch Holzvergaser und bezieht sich dabei auf die zweite Stufe der Verbrennung. Da dieser Vorgang aber ohnehin in jedem Heizkessel, sogar am offenen Lagerfeuer stattfindet, handelt es sich dabei nicht um eine besondere Technologie, sondern eher um einen Marketing-Begriff. Nichts desto trotz sind moderne Heizkessel High-Tech-Geräte, die äußerst effizient arbeiten und voller Innovationen stecken.

Abgase und Staub

Was die Abgas- und Staubemissionen anbelangt, wird der Biomasseverbrennung sehr viel abverlangt. Heizkessel dürfen nur noch minimale Staubemissionen verursachen. Bei größeren Anlagen ist eine Staubabscheidung vorgeschrieben. Bei Heizkraftwerken wird oft auch Rauchgaskondensation eingesetzt, damit sich über dem Schornstein kein weißer Wasserdampf bildet. Dies ist bei Heizkraftwerken in Tourismusregionen sehr beliebt, da befürchtet wird, dass eine Dampfwolke das Ortsbild verschlechtern würde.

Biomasse-Heizkraftwerke

Viele neu errichtete Nah- und Fernwärmenetze werden zu einem überwiegenden Teil mit Biomasse betrieben. Es gibt Heizkraftwerke, die rein mit Biomasse, meist Hackschnitzel betrieben werden. In diesem Fall werden mehrere Heizkessel parallel (in einer Kaskade) betrieben. Nur wenn Spitzenlast benötigt wird, dann werden alle Heizkessel gleichzeitig betrieben. Ansonsten werden die Kessel abwechselnd betrieben.

Eine andere weit verbreitete Methode ist es, dass Biomasse nur die Grundlast der Leistung, aber den überwiegenden Teil des Heizwärmebedarfs deckt. Für Spitzenlast (wenige Tage im Jahr) und auch als Backup dient meist ein Ölkessel. Schwachlast wird bevorzugt aus Solarthermie und einem Pufferspeicher gedeckt.

Igor Reitmair

Über den Autor

Ich heiße Igor T. Reitmair und bin Betreiber der Webseiten heizkostenrechner.eu, waermepumpe-vom-profi.at, solaranlage-vom-profi.at und pelletsheizung-vom-profi.at. Während ich die oben angeführten Webseiten erstellte, besuchte ich Technikkurse bei verschiedenen Herstellern von Wärmepumpen, Biomasseheizungen und Solaranlagen.

Seit 2. März 2015 bin ich zertifizierter Energiemanager für gewerbliche und öffentliche Gebäude.

Seit Juni 2015 arbeite ich als bei der Thöni Industriebetriebe GmbH im Bereich Umwelttechnik als Technischer Redakteur und CE Koordinator.

Lebenslauf: reitmair.eu

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