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Modul 8 - Biogasanlagen Grundlagen

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Biogasanlage | Foto: Florian Gerlach  / pixelio.de
Biogasanlage | Foto: Florian Gerlach / pixelio.de

Mit einem für mich neuen und anspruchsvollen Thema, nämlich Biogasanlagen, startete das achte Modul. Von der Gewinnung bis zur Nutzung wurden alle Themen ausführlich behandelt.

Eckdaten Modul 8 - Biogasanlagen Grundlagen

  • Kursanbieter: WBS TRAINING AG
  • Dauer: 5 Tage, jeweils von 8:00 bis 16:00 Uhr, 45 Unterrichtseinheiten
  • Vortragender: Harald Breuer
  • Abschluss: zweistündige schriftliche Prüfung, Zertifikat
  • Teilnahmevoraussetzung: abgeschlossenes technisches Studium
  • Link zur Ausbildung

Kursinhalt Modul Biogasanlagen Grundlagen

  • Grundlagen der Biogas-Erzeugung, Historische Entwicklung
  • Wichtige Bauteile und Einrichtungen für Biogasanlagen
  • Berechnungsbeispiele: Substrate, Anlagendimensionierung, Erträge
  • Wirtschaftlichkeitsberechnungen zu Biogasanlagen

Was war für mich neu und was bekannt

Da ich mich mit Biogasanlagen bisher überhaupt nicht beschäftigt habe, war das Thema ganz neu für mich. Nach einer kurzen Recherche im Internet habe ich gesehen, dass es in meiner Region nur sehr wenige solcher Anlagen gibt, und diese sind offensichtlich nicht von der Straße aus zu sehen.

Interessant ist auch die Geschichte, so wurde der Bau der ersten Biogasanlage bereits 1897 dokumentiert. Das Gas wurde für die Beleuchtung eines Krankenhauses genutzt. Bis zum sinkenden Ölpreis in den 1950er Jahren waren Biogasanlagen überall verbreitet. Erst mit der Ölkrise in den 1970er Jahren begann wieder eine Biogas-Bewegung.

Nutzungsarten von Biogas

Strom & (Ab)Wärme:

Die meisten Biogasanlagen erzeugen Strom und Wärme in einem Blockheizkraftwerk (BHKW) mit Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). So ein System hat einen sehr hohen Wirkungsgrad, da Strom und Wärme genutzt wird. Ein weiterer Vorteil eines Biogas BHKWs ist, dass es im Gegensatz zu anderen erneuerbaren Energien wie z.B. Wind oder Sonne, das ganze Jahr über Strom liefern kann.

Strom:

Die Stromerzeugung ohne die Nutzung der Abwärme ist natürlich auch möglich, aber der wirtschaftliche Ertrag ist weitaus größer, wenn auch die Wärme genutzt bzw. verkauft werden kann.

Wärme durch Verbrennung:

Biogas wird auch ins öffentliche Gasnetz eingespeist. Zuvor muss es jedoch von CO2, Schwefelwasserstoffen und Wasser gereinigt werden. Ein Einspeisepunkt in der Nähe der Biogas-Erzeugung ist ebenfalls erforderlich. Dieses Gas landet beim Verbraucher und kann zum Heizen und zur Warmwassererzeugung verwendet werden.

Biogas für Tankstellen:

Noch aufwändiger ist die Aufbereitung von Biogas für Kraftstoff-Tankstellen. Ein paar reine Biogastankstellen gibt es bereits in Deutschland.

Biokraftstoff:

Durch Syntheseverfahren kann Biogas zu flüssigem Biokraftstoff verarbeitet werden. 

Gärgut als Dünger:

Ist die Methanerzeugung im Biogaserzeuger abgeschlossen, fällt Gärgut an. Dieses kann als biologischer geruchsarmer Dünger auf Landwirtschaftsflächen ausgetragen werden.

Fazit

Biogas kann vielfältig genutzt werden. Der erneuerbare Anteil an Primärenergie beträgt in Deutschland mittlerweile über 10 % [Quelle: www.bmwi.de] und ein beträchtlicher Teil davon wird von Biogasanlagen erzeugt. 

Igor Reitmair

Über den Autor

Ich heiße Igor T. Reitmair und bin Betreiber der Webseiten heizkostenrechner.eu, waermepumpe-vom-profi.at, solaranlage-vom-profi.at und pelletsheizung-vom-profi.at. Während ich die oben angeführten Webseiten erstellte, besuchte ich Technikkurse bei verschiedenen Herstellern von Wärmepumpen, Biomasseheizungen und Solaranlagen.

Seit 2. März 2015 bin ich zertifizierter Energiemanager für gewerbliche und öffentliche Gebäude.

Seit Juni 2015 arbeite ich als bei der Thöni Industriebetriebe GmbH im Bereich Umwelttechnik als Technischer Redakteur und CE Koordinator.

Lebenslauf: reitmair.eu

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