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Photovoltaikanlage

Den Strom für den Eigenverbrauch selbst produzieren und mit dem Verkauf von Strom Geld verdienen - das klingt für viele Menschen sehr verlockend. Aus diesem Grund habe ich nachgerechnet, wie das Ergebnis in der Praxis aussehen könnte. 

Rund 30 % des Stromverbrauchs kann mit selbst produziertem Strom gedeckt werden. Bei Änderung des Nutzerverhaltens (z.B. Verwendung von Zeitschaltuhren für Elektrogeräte) kann der Anteil auf 40 % steigen. Der Energieertrag, der in Deutschland zu erwarten ist, beträgt 900 bis 1.100 kWh pro Jahr pro 1 kWpeak (Quelle: Energieberater-Schulungsunterlagen).

Rechenbeispiel

Annahmen:
Haushalt mit 3 Personen
Kauf einer PV-Anlage mit 5 kWpeak
Jährlicher Stromverbrauch 4.000 kWh/a (11 kWh/d)
Strompreis € 0,29
Jährliche Strompreissteigerung 5 %
Einspeisvergütung € 0,125
Jährliche Einspeisdegression 2 %
Keine Änderung des Nutzerverhaltens, daher 30 %
Energieertrag 1.000 kWh pro 1 kWpeak

Berechnung:
Jährlicher Ertrag der Solaranlage = 5 · 1.000 = 5.000 kWh
Eigenverbrauch = 30 % · 4.000 = 1.200 kWh

Jährlicher Stromeinkauf ohne PV-Anlage: 4.000 · 0,29 = € 1.160,- 
Stromeinkauf: (4.000 - 1.200) · 0,29 = € 812,-
Ersparnis durch Solaranlage: 1.160 - 812 = € 348,-

Einspeisung: (5.000 - 1.200) · 0,125 = € 475,-

Gesamtertrag der Solaranlage: € 348 + 475 = € 823,-

PV-Anlage - kumulierter Erlös in 20 Jahren

Der Leistungsverlust der PV-Module (~ 0,5 %/Jahr) wurde in der Grafik nicht berücksichtigt.  
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Fazit

Wie man in der Grafik sehen kann, ergibt die kumulierte Summe aus Einsparung und Einspeisung in 20 Jahren in diesem Beispiel 19.401,- Euro. Die Investitionskosten für eine 5 kWpeak Anlage betragen derzeit rund 8.000,- Euro. Dies entspricht einem Zinssatz von 4,53 %. 

Der Leistungsverlust der PV-Module (~ 0,5 %/Jahr) wurde in der Grafik nicht berücksichtigt.  

Kommentar von KraichgauMan |

Danke, sehr übersichtlich und hilfreich. Interessant wäre mittlerweile bestimmt auch eine Betrachtung von Akkus für die PV. Verdoppelt zwar die Investitionskosten ungefähr, aber eventuell lässt sich das im Stromeinkauf entsprechend einsparen, damit es wirtschaftlich wird.

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